Herbstlicher Kürbiskernkuchen mit Maronicreme

Veröffentlicht aufgrund der hohen Nachfrage: mein liebstes Herbstkuchen-Rezept. 🙂

Ich möchte hier keine großen Reden schwingen, sondern gleich zur Sache kommen. Herbstzeit, kühl, nass, feuchte Luft, der Geruch von gebratenen Maroni liegt in der Luft, Ingwertee versorgt unser Immunsystem, goldenes und rotes Laub verzieren Bäume und Gehwege…

Ja, herbst hat schon etwas sehr angenehmes. Die Ruhe kehrt wieder ein, Zeit für Regeneration, Zeit für Köstlichkeiten aus der Heimatküche.

Der Kürbiskernkuchen mit Maronicreme verbindet für mich all diese Elemente. Die Kürbiskerne schmecken herrlich kräftig, die Maroni wirken dagegen samtig-weich. Der pure Herbst am Gaumen. Viel Vergnügen!

 

Kürbiskernkuchen mit Maronicreme
Portion 10
Herbstgenuss am Gaumen
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Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
35 min
Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
35 min
Teig
  1. 300 g feines Bio-Dinkelmehl o.Ä.
  2. 120 g Vollrohrzucker o.Ä.
  3. 100 g Rapsöl
  4. 100 g geschrotete Kürbiskerne
  5. 2 TL Backpulver
  6. 250 ml pflanzl. Milch (z.B. Hafermilch von Joya)
  7. 3 TL Mais- oder Kartoffelstärke
  8. 5 EL Kürbiskernöl
  9. 1 Prise Salz
Creme
  1. 2 Packungen Soyatoo Soja- ode Reissahne (gut gekühtl)
  2. 4-5 Packungen Sahnesteif
  3. 100 ml pflanzl. Milch (z.B. Hafermilch von Joya)
  4. 100 ml pflanzl. Sahne (z.B Finesse von Joya)
  5. 1/2 TL Zimt (gestrichen, z.B. Ceylon-Zimt von Sonnentor)
  6. 1 Prise Vanillepulver (z.B. von Sonnentor)
  7. 2-3 EL Vollrohrzucker o.Ä.
  8. 1/2 l Maroni (halb fertig gebraten, an Standln erhältlich)
Anleitung
  1. Backofen auf 165 Grad vorheizen.
  2. Das Mehl, den Zucker, Kürbiskerne und Salz in einer Schüssel vermengen.
  3. In der Mitte eine kleine Mulde machen, darin das Backpulver streuen und den Essig träufeln.
  4. Nun die pflanzliche Milch sowie das Öl, sowie das Kernöl (für Farbe) hinzufügen.
  5. Maisstärke in einer separaten Schüssel mit etwas Flüssigkeit anrühren und beimengen.
  6. Den Teig mit einem Mixer gut durchmischen und die Masse in eine ausgefettete und bemehlte Springform gießen.
  7. Den Teig bei 165 Grad ca. 35 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
  8. Maroni in einem Topf mit Milch, Sahen und den Gewürzen 5-10 Minuten köcheln lassen, bis die Kastanien weich sind. Ein paar Maroni für die Deko beiseite legen.
  9. Anschließend abkühlen lassen und mit einem Cutter/Blender zu einer feinen Creme pürieren.
  10. Soyatoo in eine Schüssel geben und 3 Minuten mit dem Mixer fluffig aufschlagen.
  11. Die abgekühlte Maronicreme hinzufügen.
  12. Sahnesteif hinzufügen und 30-60 Sekunden weiter aufschlagen, bis die Creme fest ist.
  13. Den ausgekühlten Kuchen(boden) mit einem feinen Messer oder einem Nähfaden halbieren, die obere Hälfte abnehmen und beiseite stellen. Kontrollieren, ob die Mitte des Kuchens auch abgekühlt ist!
  14. Den unteren Teil mit einer Schicht Maronicreme bestreichen. Anschließend den oberen Teil vorsichtig verkehrt hinauf legen und den Kuchen oben und rundherum mit der restlichen Creme bestreichen bzw. mit einem Spritzbeutel verzieren.
  15. Die beiseite gelegten Maroni und mit Kürbiskernen dekorieren.
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Glutenfreier Zwetschken-Biscuitkuchen

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Vergangene Woche habe ich ein Kuchenexperiment gestartet, dass euch auf Facebook sehr gut gefallen hat. Heute bin ich nun soweit: ich kann euch das Rezept für meinen glutenfreien, sojafreien und ölfreien Biscuit-Zwetschkenkuchen mitteilen. Da es sich um ein schön flaumiges „echtes“ Biscuit handelt, und nicht um eine klassische Sandmasse, die einfacherweise „Biscuit“ betitelt wird, werdet ihr ein schönes geschmackliches Erlebnis haben können.

Glutenfrei, Sojafrei, Ölfrei, Haushaltszuckerfrei?

Was bedeutet das alles nun genau? „Glutenfrei“ bedeutet, dass kein Gluten – also das Eiweiß aus Weizen, Dinkel usw. – enthalten ist. „Sojafrei“ erklärt sich von selbst 😉 . „Ölfrei“ bedeutet, dass kein zusätzliches Öl zum Backen hinzugefügt wird, was beim Kuchenbacken eigentlich Standard ist: Mehl, Zucker, Öl/Butter. Etwas Fett ist natürlich schon enthalten, weil die aufschlagbare Reissahne Fett beinhaltet, dies aber mit lediglich 12% pro Packung, also eine sehr geringe Menge! Auch könnte man „haushaltszuckerfrei“ hinzufügen, wenn alternative Staubzuckervarianten herangezogen werden, wie z.B. Kokosblüten- oder Birkenstaubzucker. Diese sind gesündere Alternativen zu weißem Haushaltszucker, aber auch zum bereits optimaleren Vollrohrzucker.

ZwetschK/Ge ?

Randnotiz: Heißt es nun eigentlich Zwetschke oder Zwetschge?

Laut Duden ist Zwetschke das österreichische Wort, Zwetschge der deutsch-deutsche Begriff, ergo sind beide Möglichkeiten valide 😉

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Eines noch vorweg: Bitte siebt alle Zutaten durch ein feines Sieb, je feiner, desto besser, das inkludiert auch das Backpulver, das manchmal kleine Klumpen bilden kann. Achtet darauf, dass der Teig nicht zu feucht ist, da die Zwetschken mit der Zeit noch Flüssigkeit verlieren.

Für eine beschichtete Form mit ca. 40-50*20-30 cm benötigt ihr:

 

Glutenfreier Zwetschken-Biscuitkuchen
Portion 8
Glutenfrei, Sojafrei, Ölfrei, Haushaltszuckerfrei
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Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
40 min
Gesamtzeit
1 hr
Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
40 min
Gesamtzeit
1 hr
Zutaten
  1. 200 g (weißes) Reismehl
  2. 80 g Maisstärke
  3. 70 g Buchweizenmehl
  4. 250 g Staubzucker-Alternative
  5. 3 Packungen Soyatoo Reis Whip
  6. 1,5 Packungen Backpulver
  7. 1,5 TL Natron
  8. ½ TL Vanillepulver
  9. 1 Prise Salz
  10. Zweschken nach Belieben
Anleitung
  1. Die gut gekühlte aufschlagbare Reissahne 3-4 Minuten lang mit einem Mixer aufschlagen.
  2. Das Reismehl mit der Maisstärke, dem Buchweizenmehl durch ein feines Sieb in eine große Schüssel rieseln lassen.
  3. Staubzucker(alternative), Backpulver und Natron ebenfalls durch das Sieb sieben. Am besten mit Hilfe eines Löffels.
  4. Vanille und Salz der Trockenmasse hinzufügen.
  5. Den Mixer auf mittlere Stufe schalten und je 2-3 Löffel der Trockenmasse der aufgeschlagenen Reissahne via Sieb hinzufügen.
  6. Weiter verfahren bis die Trockenmasse aufgebraucht ist. Gegen Ende wird die Masse etwas zäher, daher die Mixer Geschwindigkeit anpassen.
  7. Die fertige Masse nun für ca. 30 Minuten bis zu einer Stunde kühl stellen,
  8. Den Ofen auf 160 Grad (Heißluft optimal) vorheizen.
  9. Die Masse in eine beschichtete Form leeren, ggf. mit Backpapier auslegen.
  10. Zwetschken halbieren, entkernen und die Hälften mit der Schnittfläche nach oben (andersrum verbrennt die Haut) auf die Masse legen. Diese leicht andrücken, sodass sie im Teig vertieft sind.
  11. Für 40-45 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen. Bei mehr Zwetschken, ist die Dauer etwas länger.
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Vegane Cocktailsauce

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Für ein gutes Sandwich braucht es eine ausgezeichnete Sauce. Eine leicht würzig-süß-saure Cocktailsauce bietet sich perfekt an. 
Die Basis dafür ist eine selbst gemachte Mayonnaise, die mit Ketchup kombiniert wird. Und wenn wir schon beim Selbermachen sind, machen wir das Ketchup auch gleich dazu. 😉

Wichtig: Wenn ihr die Mayo und das Ketchup gemischt habt (Basisrezepte), verfeinert ihr die Sauce noch mit 1 Knoblauchzehe (gepresst) und etwa 1 TL Rum oder Brandy. Das ergibt einen runden Geschmack, der jedes Sandwich, jeden  Burger und jede Pommes Frittes raffinierter macht!

Vegane Mayo
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Zubereitungszeit
5 min
Zubereitungszeit
5 min
Zutaten
  1. 1/8 l Sojamilch (zB. von Joya)
  2. Saft von ½ Zitrone
  3. 1 TL Senf
  4. ½ TL Suppenwürze
  5. ½ TL Salz
  6. 1 Prise Kurkuma
  7. 1 Prise Kala Namak (schwarzes Salz)
  8. ¼ l Rapsöl
Anleitung
  1. Für die Mayo Sojamilch mit Zitronensaft und Senf mischen, und fü ca. 5 Minuten stehen lassen. Danach die restlichen Gewürze unterheben.
  2. Mit einem Stabmixer in einem hohen Gefäß vermixen und langsam das Öl einfließen lassen.
  3. Mit ständigen Auf- und Ab-Bewegungen weitermixen, bis die Masse eine dicke Konsistenz bekommt.
  4. Für eine Cocktailsauce die Mayo mit dem Ketchup mischen, verrühren und kühl stellen.
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Homemade Ketchup
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Zubereitungszeit
5 min
Zubereitungszeit
5 min
Zutaten
  1. 1/16 l Tomatenpolpa
  2. 5 EL Tomatenmark
  3. 2 TL Zucker
  4. ½ kleine Zwiebel
  5. ½ TL Essig
  6. ½ TL Salz
  7. Etwas Pfeffer
  8. Etwas Pimentpulver
  9. Etwas Nelkenpulver
Anleitung
  1. Für das Ketchup die Zwiebel in sehr feine Würfel hacken.
  2. Danach alle Zutaten gut verrühren, ggf. noch etwas mehr Tomatenmark hinzufügen, falls die Konsistenz zu wässrig sein sollte.
  3. Für eine Cocktailsauce das Ketchup mit der Maya mischen.
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French Wrap mit Macadamia-Chèvre

 

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Chè-was?

Chèvre ist ein französischer Ziegenfrischkäse, der weltweit hohe Beliebtheit hat. Da ich vor über 15 Jahren (damals noch nicht vegan) selbst für einen Monat in Paris gelebt habe, weiß ich die französische Küche zu schätzen. Nun versuche ich auch diese zu verbessern, in dem ich rein pflanzliche Zutaten dafür verwende. Der Geschmack ist eine Mischung aus säuerlicher Basisnote, und herbem Abgang durch die Macadamianüsse, dazu die Frische des Schnittlauches: ein perfekter würziger Nussaufstrich, der sich vor dem Original nicht verstecken muss. Im Gegenteil: gesund, ohne Cholesterin, klimaschonender und tierleidfrei!

Die gute Nuss

Macadamias werden auch als die Königinnen der Nüsse bezeichnet. Sie verfügen über äußerst viele mehrfach-ungesättigte Fettsäuren, sind voller Protein und Ballaststoffen / Faserstoffen, Calcium und B-Vitaminen. Zudem sind dafür bekannt, dass den Cholesterinspiegel des Blutes reduzieren können. 

Klingt doch so gut, dass sofort der Appetit kommt, oder? 😉 

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Eine köstliche Basis für ein Sandwich, als Inlay für Wraps oder auch als Geschmacksträger in Burger geeignet

.

 

Das ganze Rezept: LE WRAP – französisch angehauchter Wrap mit Macadamia-Chèvre

Neben dem Nussaufstrich, ist auch Tempeh enthalten. Das sind zusammengepresste Sojabohnen, die dann mit einer speziellen Pilzkultur fermentiert werden, vom Prozedere ähnlich wie ein Brie-Käse. Natürlich schmeckt Tempeh nicht so, ist ja auch schon Jahrhunderte lang ein traditionelles Essen der Thai- und Asia Küche, es erinnert lediglich im Herstellungsprozess ein wenig daran. Dann haben wir noch etwas geräucherten Tofu dabei, für eine würzige Note, verschiedenes Gemüse und Salat, sowie eine Dijon-Joyghurtsauce. Bon Appètit!

Macadamia-Chèvre
Portion 4
Ein wunderbarer herb-säuerlicher, rein pflanzlicher Nussaufstrich im Stile eines französischen Chèvres.
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Zubereitungszeit
5 min
Zubereitungszeit
5 min
Zutaten
  1. 1 Becher Macadamia Nüsse
  2. 1/2 Becher Mandeln geschält oder Cashewkerne
  3. 1 Zitrone (Saft)
  4. 1-2 Knoblauchzehen
  5. 2-3 EL Essig
  6. 1 TL Salz
  7. 1/2 Becher Cremesse von Joya
  8. 1/8 l Wasser
  9. 1 Bund Schnittlauch
Anleitung
  1. Die Nüsse für 2 Stunden (oder über Nacht) in Wasser einweichen. Abspülen und in einen Blender geben.
  2. Die Zitrone auspressen und den Saft, gemeinsam mit den anderen Zutaten (außer dem Schnittlauch) ebenfalls in den Blender geben.
  3. Für den Nuss-Chèvre nun alle Zutaten außer den Schnittlauch in dem Blender mixen, bis eine cremig-samtige Konsistenz entsteht. Gegebenenfalls abschmecken.
  4. Den Schnittlauch fein schneiden und der Masse beimengen und anschließend bis zur Verwendung kühl stellen.
Anmerkungen
  1. Hinweis: Wer keinen Blender hat, kann auch einen Stabmixer verwenden. Dazu alles in einem hohen Gefäß mit etwas mehr Wasser für mehrere Minuten pürieren!
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French Wrap
Portion 4
Le Wrap - ein Hauch Frankreichs
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Zubereitungszeit
8 min
Zubereitungszeit
10 min
Gesamtzeit
18 min
Zubereitungszeit
8 min
Zubereitungszeit
10 min
Gesamtzeit
18 min
Tofu-Tempeh
  1. 100 g Räuchertofu
  2. 100 g Tempeh
  3. 2 TL Kräuter der Provence
  4. ca. 1/16 l Sojasauce
  5. etwas Rapsöl zum Braten
Rotwein Pilze und Zwiebel
  1. 100 g braune Champignons
  2. 100 g Kräuterseitlinge
  3. 100 g Seiden-Austernpilze
  4. 1 Knoblauchzehe
  5. 1 TL Salz
  6. 1/16 l veganer Rotwein
  7. etwas Rapsöl zum Braten
Dijon Sauce
  1. 250 g Joygurt natur von Joya
  2. 1 TL Salz
  3. 1 TL Kräuter der Provence
  4. 3 TL Dijonsenf
  5. etwas Knoblauch
Sonstiges
  1. Salate der Saison
  2. 3 Stängel Grünkohl
  3. 1 Handvoll Rotkraut
  4. Sprossen nach Wahl (z.B. Brokkoli oder Alfalfa)
  5. 4-6 Tortilla Wraps
Anleitung
  1. Den Macadamia-Chèvre nach obigem Rezept vorbereiten.
  2. Den Tofu und den Tempeh in 0,5 cm*0,5 cm und ca. 5 cm lange/dicke Streifen schneiden. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und den Tofu & Tempeh zusammen mit etwas Öl von allen Seiten anbraten. Mit den Provence Kräutern verfeinern, und bei mittel-hoher Hitze gelegentlich umrühren. Anschließend mit der Sojasauce ablöschen, kurz reduzieren lassen und beiseite stellen.
  3. Die Pilze in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, und beides mit etwas Öl scharf anbraten. Den Knoblauch schälen und möglichst fein hacken. Mit dem Salz und dem Knoblauch würzen, und mit dem Rotwein ablöschen. Einreduzieren lassen und ebenfalls beiseite stellen.
  4. Für die Dijon Sauce einfach alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und abschmecken.
  5. Inzwischen das Gemüse schneiden (Rotkraut so dünn wie möglich) oder in mundgerechte Stücke zupfen.
  6. Den Wrap flach auf ein Brett legen und im unteren Drittel ca. 2 EL Macadamia Chèvre verstreichen, sowie etwas Salat und Gemüse verteilen. Mit Sprossen, Sauce, und dem Tofu-Tempeh on top finalisieren.
  7. Den Wrap nun von den Seiten etwas einschlagen und von unten her nach oben zusammenrollen, sodass eine feste Teigrolle entsteht.
  8. Bon appétit
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Brennnessel Smoothie

Brenn

Weil im Wald die jungen Brennnesseln wieder sprießen habe ich ein paar Brennnesselrezepte für euch in meinem Blog (z.B. Frühlingswald Pesto).

Brennnesseln haben nicht nur kleine Nesselstacheln und jucken bei Berührung! Sie sind wahre Superfoods, dazu noch heimisch und wuchern wie Unkraut…was sie im Volksmund ja sind 😉
Sie sind vollgepumpt mit Vitamin C und A, haben einen sehr hohen Eisenwert, auch Kalzium und eine gesunde Portion pflanzliches Eiweiß. Wow!
Brennnesseln sind auch dafür bekannt gut für den Stoffwechsel zu sein und durch seine harntreibende Wirkung zu „entwässern“.

Also prinzipiell alles, was wir für einen guten Start in den Tag so benötigen! Da das direkte Essen der Blätter nicht ganz so herkömmlich ist (was ich aber zwischendurch empfehlen kann: einfach die Blätter umbiegen, sodass sich die Nesseln selbst zerbrechen; schmeckt leicht nach Gurke!), gibt es hier ein Smoothie Rezept:

1 Hand voll junger Brennnesseln

1/2 Apfel

1 Birne

1/2 Zitrone (Saft)

2 EL frische Petersilie 

1/2 l kaltes Wasser

2 TL Hanfsamen

Ggf. 1/2 Mango, falls ihr es süß braucht

Ggf. 3-4 Eiswürfel

 

Einfach im Blender vermixen bis alles „smooth“ ist 😉

Na? Spürt ihr schon die grüne Power? 🙂

Frühlingswald Pesto

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Endlich ist der Frühling da! Die Sonne wird immer wärmer, die Vögel zwitschern und da zieht es meine Familie und mich wieder vermehrt in den Wald. So auch das vergangene Wochenende. Ich habe fleißig Bärlauch und Brennnessel gesammelt,  und für euch verschiedene Rezepte entwickelt, damit ihr gesund in den Frühling starten könnt.  In den kommenden Tagen werde ich euch damit versorgen . Hier das erste Rezept in dieser Woche:

Diese beiden Frühlings-Pestos versorgen euch mit allem was ihr in der Übergangszeit braucht!

Die Brennnessel fördert den Stoffwechsel, ist reich an Flavonoiden welche durch ihre antioxidative Wirkung zum Zellschutz beitragen, Eisen, Vitamin  A+C (2x mehr als Orangen) und Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Silizium und verfügt außerdem über einen hohen Eiweißgehalt.

Bärlauch hat ähnliche gesundheitliche Vorteile wie die Brennnessel und zusätzlich noch eine feine Knoblauchnote. Er wirkt entzündungshemmend und blutdrucksenkend. 

 

Für 4 Personen braucht ihr:

Zwei Hand voll Brennnessel oder 1 Hand voll Bärlauch

Eine Hand voll Nüsse/Kerne/Samen-Mix (Walnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Hanfsamen etc.)

3 EL kaltgepresstes Öl (Olivenöl, Hanföl, Sesamöl etc.)

1 Prise Salz

1 Prise Pfeffer

1 Schuss Zitrone

 

Die Brennnessel zuerst in Wasser blanchieren und dann abtropfen lassen. Die Nüsse kurz in einer Pfanne anrösten. Brennnessel, Nüsse und Öl im Häcksler vermengen. Salz und Pfeffer dazu und alles gemeinsam häckseln. Das Pesto abschmecken und servieren. Ich empfehle dazu Bio-Nudeln nach Wahl z.B.: Hartweizen-Hirse Spaghetti aus dem Bioladen. Die Pestos schmecken aber auch sehr gut aufs Brot geschmiert, in Sandwiches oder als Zwischenlage in Kartoffelaufläufen. 

Den Bärlauch könnt ihr roh in den Häcksler geben, dann behält er seine volle Geschmacksvielfalt.

Gutes Gelingen!

PS: Hinweise zum richtigen Umgang mit Bärlauch findest ihr z.B. unter https://experimentselbstversorgung.net/baerlauch-maigloeckchen-oder-herbstzeitlose/

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Strangolapreti

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Strango-was?

Strangolapreti sind traditionell italienische Spinatknödel, die in einer würzigen Tomatensauce serviert werden. Auf die Idee bin ich gekommen, nachdem es wieder frischen Blattspinat auf den Märkten gibt, und sich in meiner Küche Unmengen an alten, harten Semmeln angesammelt hatten. Also eine Mischung aus Frühling und Zero-Waste, eine tolle Kombination!

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Woraus bestehen Strangolapreti?

Im Prinzip aus Semmelwürfeln und Spinat, sowie ein paar Gewürzen. Klingt eigentlich ganz einfach und unaufgeregt. Aber die Knödel haben es geschmacklich in sich, vor allem in Kombination mit einer würzig-feinen Tomatensauce. Sie sind schön sättigend, wärmen uns in der kühlen Übergangszeit und sind schnell gemacht.

Hier das Rezept dazu:

Strangolapreti
Italienische Spinatknödel in würzig-feiner Tomatensauce
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Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
25 min
Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
25 min
Knödel
  1. 900 g frischen Blattspinat (oder 400 g TK)
  2. 500 g Semmelwürfel
  3. 300 ml pflanzl. Milch (z.B. Hafermilch von Joya)
  4. 2 EL Hefeflocken
  5. 1 Prise Kala Namak (schwarzes Salz)
  6. 1/2 TL Majoran
  7. 1/2 TL frischen Thymian
  8. 1,5 TL Salz
  9. 1 Knoblauchzehe
  10. Etwas Pfeffer
  11. Etwas Mehl oder Semmelbrösel für die Bindung
  12. 1/2 Zwiebel
  13. Etwas Öl zum Anbraten
Tomatensauce
  1. 500 ml Polpa di Pomodori / Tomaten Passata
  2. 1/16 l Rotwein
  3. 1 Zwiebel
  4. 1 Knoblauchzehe
  5. 2 EL Tomatenmark
  6. 0,5 cm frische Chili
  7. 1 TL Essig
  8. 1 TL Salz
  9. 1 TL frischen Thymian
  10. 1 TL Oregano
  11. etwas Öl zum Anbraten
Für die Knödel
  1. Die Zwiebel schälen, fein schneiden und kurz mit etwas Öl goldgelb braten.
  2. Den Blattspinat waschen und von den groben Stängeln befreien
  3. Den Blattspinat kurz (1-2 Minuten) in kochendem Wasser blanchieren
  4. Semmelwürfel mit der pflanzlichen Milch vermengen und etwas einweichen lassen
  5. Die gebratenen Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Hefeflocken, Kala Namak, Majoran und Thymian hinzufügen
  6. Den blanchierten Blattspinat beimengen, darauf den fein geschnittenen Knoblauch und gut durchrühren
  7. Den Ofen auf 120 Grad Celsius (Umluft) aufheizen
  8. Aus der Masse mit den Händen kleine Knödel formen (ca. 1 gehäuften EL pro Knödel)
  9. Die Knödel in eine ofenfeste Form legen und diese mit ca. 1/8 l Wasser befüllen
  10. Die ofenfeste Form mit Frischhaltefolie bespannen und mit einem spitzen Messer 4-5 kleine Einstiche machen
  11. Die Knödel für 25 Minuten in den Ofen
  12. Achtung: Bei mehr als 120° C schmilzt die Frischhaltefolie, was es zu vermeiden gilt!
Für die Sauce
  1. Zwiebel fein schneiden und mit etwas Öl leicht bräunlich braten
  2. Mit Rotwein ablöschen und reduzieren lassen
  3. Die passierten Tomaten einfließen lassen und kürz aufkochen lassen
  4. Den Chili von den Kernen befreien und klein schneiden
  5. Knoblauch klein schneiden
  6. Salz, Chili und Knoblauch, sowie Essig und das Tomatenmark einrühren und 5 Minuten köcheln lassen
  7. Die Sauce mit einem Pürierstab nicht allzu fein pürieren
  8. Frischen Thymian und Oregano hinzufügen und bei niedriger Temperatur ziehen lassen.
Anrichten
  1. Nach 25 Minuten sind die Strangolapreti fertig. Diese aus dem Ofen nehmen.
  2. Tomatensauce auf einem Teller verteilen, darauf 2-3 Spinatknödel anrichten.
  3. Mit Kräutern und etwas Hefeflocken bestreuen
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UPDATE:

Natürlich lässt sich die Rezeptur variieren. Ein paar Tage später kreierte ich eine Abwandlung mit Bärlauch und auch mit Brennnesseln (Brennnesselspinat). Passend dazu gab es eine feine Pilzrahmsauce.

Dazu einfach 1-2 Hände voll frischen Bärlauch oder Brennnesseln in die Knödelmasse (aber eben ohne den Spinat) verarbeiten – entweder klein geschnitten oder püriert – und dem restlichen Rezept gleich folgen.

Bitte beachtet, dass der Ofen nur auf Heißluft arbeitet, sonst schmilzt euch die Folie. 

 

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Vegan Planet Wien & Macadamia Chèvre

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Impressionen der Vegan Planet Wien. Fotos mit freundlicher Genehmigung von der wunderbaren Bettina Rabler-Kraker

 

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French Wrap – das ganze Rezept findest du hier!

 

Traumhaft schön war es auf der Vegan Planet Wien!

Viel tolles Essen, viele tolle Menschen, viele tolle Gespräche, und viel Inspiration!
Ich durfte auch etwas mitmischen und konnte meine Passion, das Kochen und das Kochen vor Menschen, auf der wunderbaren Kochshowbühne ausleben 🙂
Zuerst danke euch für euer Interesse an der Show, und auch für das sehr sehr positive Feedback! Darüber hinaus hat sehr viel Spaß gemacht für euch zu kochen und eure vielen interessanten Fragen zu beantworten. 

 

Wasser im Mund?

Für alle, die nicht auf der Vegan Planet Wien waren, oder es nochmal ganz genau wissen möchten: Es gab französisch angehauchte French Wraps mit Macadamia-Chèvre, Rotwein Pilz-Zwiebeln, geräuchertem Tofu und Tempeh, dazu saisonales Gemüse und eine Dijon-Sauce.

 

Chè-was?

Chèvre ist ein französischer Ziegenfrischkäse, der weltweit hohe Beliebtheit hat. Da ich vor über 15 Jahren (damals noch nicht vegan) selbst für einen Monat in Paris gelebt habe, weiß ich die französische Küche zu schätzen. Nun versuche ich auch diese zu verbessern, in dem ich rein pflanzliche Zutaten dafür verwende. Der Geschmack ist eine Mischung aus säuerlicher Basisnote, und herbem Abgang durch die Macadamianüsse, dazu die Frische des Schnittlauches: ein perfekter würziger Nussaufstrich, der sich vor dem Original nicht verstecken muss. Im Gegenteil: gesund, ohne Cholesterin, klimaschonender und tierleidfrei!

 

Die gute Nuss

Macadamias werden auch als die Königinnen der Nüsse bezeichnet. Sie verfügen über äußerst viele mehrfach-ungesättigte Fettsäuren, sind voller Protein und Ballaststoffen / Faserstoffen, Calcium und B-Vitaminen. Zudem sind dafür bekannt, dass den Cholesterinspiegel des Blutes reduzieren können. 

Klingt doch so gut, dass sofort der Appetit kommt, oder? 😉 

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Eine köstliche Basis für ein Sandwich, als Inlay für Wraps oder auch als Geschmacksträger in Burger geeignet

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Das ganze Rezept: LE WRAP

Wie versprochen findet ihr hier das Rezept für den Macadamia-Chèvre. Viel Spaß damit und gutes Gelingen!

EDIT: Weil es euch so gut gefallen hat, habt ihr hier (untenstehend) das ganze Rezept des French Wraps! 🙂 Bon Appètit!

 

Macadamia Chèvre
Portion 6
Ein wunderbarer herb-säuerlicher, rein pflanzlicher Nussaufstrich im Stile eines französischen Chèvres.
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Zubereitungszeit
2 hr
Zubereitungszeit
5 min
Zubereitungszeit
2 hr
Zubereitungszeit
5 min
Zutaten
  1. 1 Becher Macadamia Nüsse
  2. 1/2 Becher Mandeln geschält
  3. 1 Zitrone (Saft)
  4. 1 Knoblauchzehe
  5. 2 EL Essig
  6. 1 TL Salz
  7. 1/2 Becher Cremesse von Joya
  8. 1/8 l Wasser
  9. 1 Bund Schnittlauch
Anleitung
  1. Die Nüsse für 2 Stunden (oder über Nacht) in Wasser einweichen. Abspülen und in einen Blender geben.
  2. Die Zitrone auspressen und den Saft, gemeinsam mit den anderen Zutaten (außer dem Schnittlauch) ebenfalls in den Blender geben.
  3. Für den Nuss-Chèvre nun die Zutaten in dem Blender mixen, bis eine cremig-samtige Konsistenz entsteht. Gegebenenfalls abschmecken.
  4. Den Schnittlauch fein schneiden und der Masse beimengen und anschließend bis zur Verwendung kühl stellen.
Anmerkungen
  1. Hinweis: Wer keinen Blender hat, kann auch einen Stabmixer verwenden. Dazu alles in einem hohen Gefäß mit etwas mehr Wasser für mehrere Minuten pürieren!
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French Wrap
Portion 4
Le Wrap - ein Hauch Frankreichs
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Zubereitungszeit
8 min
Zubereitungszeit
10 min
Gesamtzeit
18 min
Zubereitungszeit
8 min
Zubereitungszeit
10 min
Gesamtzeit
18 min
Tofu-Tempeh
  1. 100 g Räuchertofu
  2. 100 g Tempeh
  3. 2 TL Kräuter der Provence
  4. 1/16 l Sojasauce
  5. 1/16 l Schwarzer Reis - Sesam Milch (mit dem AND SOY Maker gemacht; für eine herbe Note; kann im Notfall aber auch weggelassen werden)
  6. etwas Rapsöl zum Braten
Rotwein Pilze und Zwiebel
  1. 100 g braune Champignons
  2. 100 g Kräuterseitlinge
  3. 100 g Seiden-Austernpilze
  4. 1 Knoblauchzehe
  5. 1 TL Salz
  6. 1/16 l veganer Rotwein
  7. etwas Rapsöl zum Braten
Dijon Sauce
  1. 250 g Joygurt natur von Joya
  2. 1/2 Becher Finesse von Joya
  3. 1 TL Salz
  4. 1 TL Kräuter der Provence
  5. 3 TL Dijonsenf
Sonstiges
  1. Salate der Saison
  2. 3 Stängel Grünkohl
  3. 1 Handvoll Rotkraut
  4. Sprossen nach Wahl (z.B. Brokkoli oder Alfalfa)
  5. 4-6 Tortilla Wraps
Anleitung
  1. Den Macadamia-Chèvre nach obigem Rezept vorbereiten.
  2. Den Tofu und den Tempeh in 0,5 cm*0,5 cm und ca. 5 cm lange/dicke Streifen schneiden. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und den Tofu & Tempeh zusammen mit etwas Öl von allen Seiten anbraten. Mit den Provence Kräutern verfeinern, und bei mittel-hoher Hitze gelegentlich umrühren. Anschließend mit der Reis-Sesam Milch und der Sojasauce ablöschen, kurz reduzieren lassen und beiseite stellen.
  3. Die Pilze in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, und beides mit etwas Öl scharf anbraten. Den Knoblauch schälen und möglichst fein hacken. Mit dem Salz und dem Knoblauch würzen, und mit dem Rotwein ablöschen. Einreduzieren lassen und ebenfalls beiseite stellen.
  4. Für die Dijon Sauce einfach alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und abschmecken.
  5. Inzwiscqhen das Gemüse schneiden (Rotkraut so dünn wie möglich) oder in mundgerechte Stücke zupfen.
  6. Den Wrap flach auf ein Brett legen und im unteren Drittel ca. 2 EL Macadamia Chèvre verstreichen, sowie etwas Salat und Gemüse verteilen. Mit Sprossen, Sauce, und dem Tofu-Tempeh on top finalisieren.
  7. Den Wrap nun von den Seiten etwas einschlagen und von unten her nach oben zusammenrollen, sodass eine feste Teigrolle entsteht.
  8. Bon appétit
Vegan Dreams - Kochworkshops & Private Cooking http://www.vegandreams.at/

Kürbis-Ingwer Hummus

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Auf der Veggie Planet in Linz (05.11.2016) gab es von mir einen Tofu-Curry Wrap mit frischem Gemüse, Sprossen und Kürbis-Ingwer Hummus, der den TesterInnen vorzüglich geschmeckt und wohl auch die letzten Tofu-KritikerInnen überzeugt hat 😉

Wie in der Kochshow angekündigt gibt es hier das Rezept zum Hummus für zu Hause:

 

Kürbis-Ingwer Hummus:

200 g gekochte Kichererbsen

¼ Hokkaido Kürbis(gekocht)

1 EL Tahin (Sesammus)

1 Knoblauchzehe

1 daumengroßes Stück Ingwer

1 TL Salz

1,5 TL Kreuzkümmel gemahlen

1 TL Koriander gemahlen

½ Zitrone (Saft)

3 EL Olivenöl

ca. 1/16 – 1/8 l Wasser

Frische Petersilie oder frischen Koriander als Garnitur

 

Den Ingwer von der Schale befreien und mit den restlichen Zutaten in einen Blender geben (inkl. 1/16 l Wasser).

Wer keinen Blender hat, nehme ein hohes Gefäß und einen haushaltsüblichen Stabmixer. Für die Option mit dem Stabmixer sollten etwa 1/8 l Wasser verwendet werden, um das Pürieren zu vereinfachen.

Für ca. 30-60 Sekunden gut durchmixen, in eine Schüssel geben, mit frischer Petersilie oder frischem Koriander garnieren.

Viel vergnügen beim Nachkochen! 🙂

Bio Sojamilch selbst gemacht

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Heute zeige ich euch, wie ihr Sojamilch – eigentlich „Soja Drink“- selbst herstellen könnt.

Es ist kostengünstig, ohne Zusatzstoffe und schmeckt unheimlich gut. Und ihr könnt SELBST bestimmen was rein kommt und drin ist.

Alles was ihr braucht ist ein Blender/Mixer, einen Kochtopf, ein Sieb, Wasser und Sojabohnen. Klingt doch gar nicht so kompliziert?

Übrigens: Österreich ist das perfekte Sojaanbaugebiet! Besonders im Burgenland und im Donaubecken gedeihen die kleinen grünen, oder gelblichen oder schwarzen Bohnen sehr gut. Ein sehr hoher Anteil davon ist aus biologischer Landwirtschaft, aber auch ohne ist die Qualität sehr hoch. Gentechnisch veränderte Sojabohnen sind kein Thema. Diese sind eher in Brasilien und Argentinien zu finden. Dort wird Urwald gerodet, um diese Bohne (und auch Mais) anzubauen, welche wiederum als Tierfutter  (auch in Europa, und Österreich) zum Einsatz kommt.

 

Zutaten:

1/2 – 1 Becher/Kaffeehäferl* Bio-Sojabohnen aus eurer Region (erhältlich in Bioläden oder direkt beim Bauern)

4-5 Becher Wasser, je nach Geschmack

* Wer es wässriger mag, nehme 1/2 Becher; wer es intensiver mag, nehme 1 ganzen Becher.

 

Zusätzlich, wer möchte:

1 Prise Salz

2-3 EL Süßungsmittel nach Wahl (Dattel[sirup], Ahornsirup, Vollrohrzucker,…)

1 Prise Vanillepulver

 

Anleitung:

Die Bio Sojabohnen für 2 Stunden, oder über Nacht, in Wasser einweichen. Das macht sie angenehmer und leichter zu mixen.

Das Einlegewasser abgießen, die Bohnen mit dem frischen Wasser in den Blender und für 30-60 Sekunden mixen. Die Flüssigkeit anschließend über einen Sieb (je feiner desto besser, je öfter desto besser) in den Kochtopf  gießen.

Die rohe Sojamilch ist noch nicht genießbar! Rohe Bohnen, und da gehört die Sojabohne dazu, sind leicht toxisch. Es enthält Lektin, genauer gesagt das Protein Phasin, das zu einer schlechteren Nahrungsaufnahme im Körper führen kann. Nicht nur das: in höheren Mengen können rohe Bohnen zu starken Beschwerden des Darmtraktes führen. Dies kann jedoch durch ein Aufkochen von 15-20 Minuten verhindert werden!

Die rohe Flüssigkeit also nun erhitzen, und für 15 Minuten leicht wallend köcheln lassen. Gelegentilch umrühren, damit nichts anbrennen kann. Beim köcheln entsteht etwas Schaum,  (aufgrund des hohen Eiweißanteils), diesen einfach mit einem Löffel gelegentlich abschöpfen.

Nun ist die Sojamilch genussfertig, wer möchte kann noch Gewürze und Süßungsmittel hinzufügen.  Gegebenenfalls nochmals durch das Sieb gießen, um die Schalenrückstände der Bohne gering zu halten.

Die Sojamilch kann ganz normal für Kaffee, Matcha, Pudding oder Saucen verwendet werden. Sie ist im Kühlschrank für ca. 3 Tage haltbar. Vor dem Trinken immer etwas umrühren, um die abgesetzten Inhaltsstoffe wieder zu vereinen 😉

 

PS: Vor 3-4 Jahren hatte ich bei einem Facebook-Gewinnspiel mitgemacht und u.a. die Keramikflasche im Bild oberhalb gewonnen. Seither ist sie oft im Einsatz gewesen. Sie schützt den Pflanzendrink darin und hält dazu noch extra kühl <3 Eine normale Glasflasche z.B. tut es aber auch!