Erbsenfalafel auf Wildkräutersalat

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Falafel sind ja Klassiker in der veganen Küche. Ich esse sie sehr gerne und wollte diese innovieren, verbessern und erweitern. Also habe ich einige Experimente durchgeführt und unterschiedliche Rezepte entwickelt. Falafel auf Basis von Erbsen hatte ich bisher noch nie zuvor gesehen oder davon gehört, deshalb möchte ich euch mein Rezept dazu nicht vorenthalten! Sie schmecken meiner Meinung nach frischer als ihr „Original“ und sind farblich sehr ansprechend. In Kombination mit den frischen Wildkräutern, die es momentan in den Wiesen und Waldrändern gibt, ergibt das eine schnelle und überaus schmackhafte Speise . 😉

Falafel:

1 Becher grüne Schälerbsen 

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

1 kl. Bund Petersilie

3-4 EL Olivenöl

2 TL Salz

etwas Pfeffer

2 TL Kreuzkümmel gemahlen

½ Zitrone (Saft) 

4-5 EL Kichererbsenmehl

Sonstiges:

Hummus

Öl zum Frittieren 

Wildkräuter

Gemüse der Saison

Die Schälerbsen für mindestens 2 Stunden in Wasser einlegen.

Für die Falafel die eingeweichten Schälerbsen vom Einweichwasser befreien. Mit allen Zutaten außer dem Kichererbsenmehl und dem Frittieröl in einen Cuttter oder Blender geben und gut durchmixen. Die Masse in eine separate Schüssel geben und das Kichererbsenmehl unterheben. Die Masse sollte nun für ca. 15 Minuten rasten.

Das Öl in einem Topf auf 170 Grad erhitzen (Stäbchenprobe machen). Mit einem Teelöffel kleine Bällchen aus der Falafelmasse formen und vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen. Die Frittierzeit beträgt in etwa 1 Minute, bis sie knusprig-braun sind. Auf Küchenrolle abtropfen lassen.

Die Wildkräuter mit dem Gemüse der Saison auf einem Teller anrichten, dazu noch Hummus darauf verteilen und die Falafel darauf platzieren.

 

Lasst es euch gut gehen! 🙂

 

 

Spinat-Mandelfeta Strudel mit Tsatsiki

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Der Klassiker der griechischen Küche neu interpretiert: mit frischem jungen Blattspinat, säuerlichem Mandel-Feta und erfrischendem, griechischen Gurkensalat.

Ob ihr den Teig selbst macht oder einen fertigen Blätterteig/Strudelteig verwendet – in Zeiten von Schnell-Schnell – obliegt euch! Weil ich beim Kochen unseren Babybub nebenbei am Arm hatte, habe ich auf einen veganen Blätterteig aus dem Kühlregal zurückgegriffen 😉

Bei mir findet ihr hier aber ein einfaches Strudelteigrezept, mit dem ich immer arbeite. Falls ihr ambitioniert seid 🙂

Folgende Zutaten braucht ihr:

Teig:

175 g glattes Mehl

1/16 l lauwarmes Wasser

1/2 TL Salz (gestrichen)

1 EL Öl

Bio Soja- oder Hafermilch zum Bestreichen

etwas schwarzer Sesam zum Bestreuen (kurz vor dem Ofen!)

 

Fülle:

400-500 g frischen Blattspinat

1 Knoblauchzehe (gepresst)

1,5 TL Salz (gestrichen)

1 TL Majoran

etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

 

Mandel-Feta:

1/2 Becher Mandeln (ohne Haut), zumindest 2 h in Wasser eingeweicht

4 EL Greek Joygurt Natur

1 TL Salz

1 EL Apfelessig

1/2 Zitrone (Saft)

1 Knoblauchzehe (gepresst)

ca. 5-10 EL Wasser zum mixen (je nach Mixer)

 

Tsatsiki:

1/2 Salatgurke

5 EL Greek Joygurt Natur

2 Knoblauchzehen (gepresst)

1,5 TL Salz (gestrichen)

1/2 TL gemahlener Bockshornklee

1/4 TL Oregano

etwas Zitronensaft

 

Für den Strudel alle Zutaten zu einem Teig vermengen, und gut durchkneten. Zu einer Kugel formen und 30 Minuten lang im Kühlschrank abgedeckt rasten lassen.

Backrohr auf 180 Grad vorheizen.

Zwischenzeitlich den Blattspinat waschen und kurz in heißem Wasser blanchieren. Abtropfen lassen, mit den restlichen Zutaten würzen und abschmecken, und zum Abkühlen beiseite stellen.

Für den Mandel-Feta alle Zutaten in einen Blender geben und gut durchmixen, bis ein leicht festes Nuss-Püree entsteht.

Nach 30 Minuten Rastzeit, den Strudelteigrohling – länglich vorgeformt – auf eine bemehlte Fläche geben und mit dem Nudelholz länglich ausrollen. Danach über den Handrücken ziehen und dehnen, bis der Teig dünn genug ist. Den Blattspinat oberen Ende der Breite platzieren, den Mandel-Feta darauf verteilen (auch etwas unter den Spinat-Berg geben!), und Schritt für Schritt den Strudel einrollen. Den eingeschlagenen Strudel mit pflanzlicher Milch bestreichen, mit schwarzem Sesam bestreuen und für ca. 20 Min in den Ofen.

Für das Tsatsiki die Gurke in kleine längliche Stifte schneiden, mit dem Greek Joygurt Natur und den Kräutern und Gewürzen vermengen und im Kühlschrank etwas nachziehen lassen, bis der Strudel fertig ist.

Den warmen Strudel in gerechte Stücke schneiden, mit etwas Tsatsiki anrichten und genießen!

Guten Appetit – Kalí órexi !

Tipp: Anfang bis Mitte der 00er Jahre galt das Pressen von Knoblauch als Barbarei 😀 . Wo man auch hinsah, jede/r TV Köchin und -Koch schnitt den Knoblauch fein. Angeblich gingen ansonsten Aromen  verloren… Für bestimmte Zubereitungsweisen mag das zwar stimmen, aber durch das Pressen entsteht ein intensiver Geschmack, den ich in (veganen) Joghurtsaucen, im Salat oder wie hier im Mandel-Feta nicht missen möchte!

 

Grüntee Nudel Bowl

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Wer mal etwas Exotisches essen möchte, sollte sich diese Grüntee Nudel Bowl mit rauchigen Tofu-Haferbällchen,  zweierlei Ofen-Pommes, rohem Gemüse & Obst und Teriyaki-Hanfsauce zu Gemüte führen. Die Kombination aus herb, sauer, süß und scharf lässt eure Geschmacksknospen explodieren!

Lasst euch von den vielen, verschiedenen Arbeitsschritten nicht abschrecken, es geht ruck-zuck 😉

Folgendes braucht ihr (für 2 Personen):

150 g Cha Soba Nudeln (gibt es in diversen Bioläden)

1 Karotte (spiralisiert oder „julien“

1/4 Jungzwiebel (in dünne Streifen geschnitten)

1/2 Apfel (in dünne Spalten geschnitten)

1/2 Kiwi (enthäutet und in dünne Scheiben geschnitten)

1/2 Chili (entkernt und geschnitten)

1 TL Leinsamen

2-3 EL Granatapfelkerne

6 Pekannüsse

(Ich habe noch zusätzlich Olivenöl-„Kaviar“ genommen, ist aber kein Muss)

 

Damit sind einmal die einfachen Zutaten beisammen 😉

 

Für die Sauce empfehle ich:

1/16 l Sojasauce (Tamari)

1 Msp. Knoblauchpulver

1/2 TL Miso-Paste

1 Schuss Hanföl

1 TL Agavendicksaft

1 Prise Hanfsamen

1 Prise Sesam

 

Für die Tofu-Haferbällchen benötigt ihr folgendes:

100 g Tofu geräuchert

4 EL Haferflocken (feinblättrig)

8 EL Wasser (zum kurzen Einweichen der Haferflocken)

1 TL Tomatenmark

1/2 TL Dijonsenf

1 TL Majoran

1 Schuss Liquid Smoke oder 1 TL Rauchsalz

2 TL Petersilie

1/2 – 1 TL Salz (wenn Rauchsalz verwendet wird nur 1/2 TL)

1 TL Johannisbrotkernmehl

etwas Rapsöl zum Braten

 

Für die Ofen-Pommes jeweils 3-4 Erdäpfel in Spalten schneiden und in zweierlei Marinaden kurz einlegen:

BBQ Marinade:

3 EL Olivelöl

1 TL Paprikapulver edelsüß

1 TL Zitronenthymian (von Sonnentor)

1 Msp. Knoblauchpulver

1 TL Rauchsalz

1 Prise Pfeffer

 

Kurkuma-Marinade:

3 EL Olivenöl

1 TL Kurkuma

1/2 TL Kümmel

2 TL Erdäpfelgewürz (von Sonnentor)

1 TL Salz

 

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Erdäpfelspalten in den einzelnen Marinaden wenden und kurz ziehen lassen. Ein Backpapier auf ein Backblech legen. Die marinierten rohen Pommes mit etwas Abstand voneinander auf das Backblech legen und für 20-25 Minuten in den Ofen.

Inzwischen für die rauchigen Tofu-Haferbällchen, den Hafer mit dem Wasser vermengen, sodass diese weich werden. Den Tofu mit der Hand fein zerbröseln und mit allen restlichen Zutaten inkl. dem weichen Hafer vermengen. Kurz rasten lassen, damit das Johannisbrotkernmehl wirken kann.

Das rohe Gemüse und Obst passend vorbereiten und schneiden und beiseite stellen.

Für die Sauce die Zutaten (außer Hanfsamen und Sesam) in einem Schraubglas vermischen und gut durchschütteln. (Ihr könnt die Sauce klassisch zum Ablöschen der Tofu-Hafer Bällchen nehmen, oder aber – wie ich – als Sauce für alles am Teller anrichten. Ich mag die Kombination mit den Nudeln einfach sehr gerne…)

Aus der Tofu-Hafer Masse mit einem Teelöffel kleine Bällchen formen und in einer beschichteten Pfanne mit etwas Rapsöl von allen Seiten knusprig herausbraten.

Die Grüntee Nudeln nach Packungsanleitung kochen, abseihen und mit etwas Olivenöl vermengen, damit sie nicht zusammenkleben. Dieser Arbeitsschritt sollte beinahe ganz am Ende gemacht werden, damit die Nudeln frisch sind 😉

Eine tiefe Suppenschüssel nehmen, die Grüntee Nudeln darauf verteilen. In der Mitte etwas Platz für ein Schälchen lassen, in welches die Teriyakisauce mit den Hanfsamen und Sesam kommt. Das Gemüse und Obst dekorativ auf den Nudeln verteilen. Die Ofen-Pommes volée aus dem Ofen in den Teller übernehmen.

Genießt dieses Meisterwerk mit all seinen geschmacklichen Nuancen und Facetten!

Karfiol Wings

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Ende Jänner bzw. Anfang Februar ist NFL Superbowl-Zeit.

Das US amerikanische  Sportspektakel begeistert auch hierzulande Jahr für Jahr immer mehr Menschen. Klassischerweise gibt es zu diesem Ereignis viel Fleisch (in Form von Burgern, Hot Dogs und Chicken Wings) und Bier.

Damit man die Superbowl auch vegan miterleben und -feiern kann, liefere ich euch ein geeignetes Rezept: Saftig-würzige Karfiol Buffalo Wings.

 

Für 2-3 Personen braucht ihr:

1 Karfiol / Blumenkohl

200 ml Olivenöl

3 EL Paprika Edelsüß (z.B. Bio-Paprika edelsüß von Sonnentor)

1/2 TL Chili

1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)

1 /2 TL Knoblauchpulver

3 TL Salz

1/4 TL Piment (gemahlen)

2 EL Liquid Smoke (Alternativ: 2 EL BBQ Sauce)

Zusätzlich, wer will: 8 EL Mehl (Maismehl, Kichererbsenmehl oder Reismehl)

 

Für die Marinade alle Gewürze mit dem Öl vermengen und gut durchrühren bzw. mixen. Wer eine richtige Panade möchte, kann das oben genannte Mehl noch unterrühren. Da ich den Geschmack pur lassen wollte, habe ich für das Foto kein Mehl hinzugefügt.

Den Karfiol vorsichtig in kleine mundgerechte Röschen reißen und schneiden. Die Stückchen in eine Schüssel geben und mit der Marinade  begießen. Vorsichtig unterheben und durchmischen, sodass alle Röschen mit der Marinade benetzt sind. Das ganze für ca. 1-2 h ziehen lassen, damit die Marinade einziehen kann, gegebenenfalls hin und wieder erneut durchmischen.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech vorbereiten und die marinierten Karfiol-Röschen darauf platzieren, sodass es keine Überlagerungen gibt. Aufpassen, dass beim Auflegen der Röschen nicht zu viel nicht aufgenommenes Öl herumschwimmt.

Die Karfiol-Wings kommen nun für 25-30 Minuten in den Ofen, dann sollten sie leicht bräunlich sein, aber noch nicht verkohlt 😉

Zusätzlich können  noch geviertelte, marinierte Kartoffeln mit gebacken werden, auch marinierte Pilze schmecken sehr gut dazu.

Als Sauce dazu empfehle ich eine klassische Joghurtsauce aus ungesüßtem Sojanaturjoghurt, Petersilie, Zitronensaft, etwas Senf und Salz.

Viel Vergnügen und: GO PANTHERS!!! 😉

 

 

Es weihnachtet sehr

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Weihnachtet steht schon vor der Tür!
Egal, ob man Weihnachten feiert oder nicht, gutes Essen ist immer gefragt. Deshalb gibt es heute drei Rezepte für ein köstliches Weihnachts- bzw. Feiertagsmenü 🙂 😉

Verwöhnt euch und/oder eure Liebsten mit:

1) Rote Rüben Schaumsuppe mit Käferbohnenfalafel
2) Wildragout vom Seitan mit Brennnessel-Semmelknödel und Rotweinbirne
3 Lebküchlein mit flüssigem Schoko-Kern auf Beerenvariation

Viel Spaß und Freude beim Nachkochen!

Rote Rüben Schaumsuppe mit Käferbohnenfalafel

Suppe:
½ Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Rote Rüben
1 l Gemüsesuppe
1 EL frischen Kren
2 TL Salz
Etwas schwarzen Pfeffer (Mühle)
Öl zum Braten
¼ l pflanzl. Sahne(z.B. Soja Finesse)

Falafel:
1 Becher gekochte Käferbohnen
1 EL Tahini (Sesammus)
1 kleine Knoblauchzehe
½ Zitrone (Saft)
4 EL Mehl nach Wahl
1/2 Bund Petersilie
je 1 Prise Salz und Kümmel (oder Kreuzkümmel)
2-3 EL Olivenöl

Falafel:
Die Käferbohnen über Nacht einweichen und für ca. 2 h in ungesalzenem Wasser kochen bis sie weich sind. Alternative: Fertig gekochte Käferbohnen vom Bauernmarkt oder aus der Dose. 😉

Die Bohnen in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer oder den Händen zu einem Brei zerdrücken. Oder in einer Küchenmaschine/Cutter zerhäckseln.
Den Knoblauch fein schneiden und mit den restlichen Zutaten vermengen bis eine homogene Masse entsteht.

Suppe:
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden. Kren schälen und fein reiben. die Rote Rübe ebenfall schälen und in kleine Stücke schneiden. Etwas Öl in einem Suppentopf leicht erhitzen und Zwiebel, Rote Rüben und Kren kurz glasig anbraten.
Den Knoblauch hinzufügen, kurz durchrühren und mit der Gemüsesuppe ablöschen. Nach Geschmack salzen und abschmecken. Die Suppe nun für ca. 20 Minuten leicht köcheln/ziehen lassen (auf niedrigster Stufe).

Inzwischen aus der Bohnenmasse kleine Bällchen formen und in einer beschichteten Pfanne von allen Seiten knusprig heraubraten.

Die Suppe kurz vor dem Ende mit pflanzlicher Sahne verfeinern und mit einem Pürierstab oder Blender fein pürieren.
Suppe mit einem Schöpfer vorsichtig in eine Suppenschüssel geben, die Falafel auf Spieße stecken und am Suppentellerrand stabil positionieren. Mit einem TL noch etwas pflanzl. Sahne aufnehmen und kreisrund in der Suppe verteilen mittig verteilen. Wer will kann noch etwas Pesto nach Wahl mittig in die Suppe setzen.


Wildragout vom Seitan in Pfeffersauce mit Brennnessel-Semmelknödel und Rotweinbirne

Wild-Ragout:
500 g Seitanmehl (-mix)
100 g Dinkelmehl
500 ml Wasser
3 Knoblauchzehen
8-10 EL Sojasauce
1/6 l Öl
5-6 TL Salz
2 TL Kräuter d. Provence

Gewürzmischung aus 2 TL Thymian, 1 TL Rosmarin, 4-5 Gewürznelken, 2 Stück Sternanis, 1 TL Kümmel, 4 Wacholderbeeren, 1/4 TL Piment, 2 Knoblauchzehen, ½ TL Pfeffer

Alternativ: 7 TL Wildgewürz von Sonnentor

2 TL Tomatenmark

Semmelknödel:
250 g Semmelwürfel
50 g Mehl nach Wahl
1/8 l pflanzl. Milch (z.B. Hafer)
1 TL Salz
Etwas Muskatnuss
2 Hände frische Brennnesseln
1-2 TL MyEy Eigelb
1 Metallschüssel mit Wasser (Ofen)

Rotweinbirne:
4 (feste) Birnen
½ Zitrone (Saft)
¼ l Rotwein
1 Prise Zimt
1 Prise Vanillepulver
4-5 EL Zucker nach Wahl

Pfeffersauce:
500 g Pilze oder Schwammerl nach Wahl
1-2 Zwiebel
¼ l Rotwein
¼ l Gemüsesuppe
1-2 TL Dijonsenf
1-2 TL Tomatenmark
Etwas Öl
1/2 TL Salz
1 TL eingelegte Pfefferkörner

Wildragout:
Ofn auf 180 Grad vorheizen
Für die Gewürzmischung alle Gewürze und Kräuter in einem Mörser fein zermahlen.
Das Seitanmehl mit den Gewürzen und dem Tomatenmark und dem (normalen) Mehl gut vermischen. Das Wasser mit dem Öl und der Sojasauce am Herd leicht erwärmen. Das warme Wasser nach und nach dem Seitengemisch hinzufügen und ganz locker (!) mit der Hand umrühren bzw. verteilen. Aufpassen, dass es zu keinen Mehl- bzw. Gluteneinschließungen kommt. Nicht zu fest rühren, sonst entsteht eine Gummi-Konsistenz, die wir nicht haben wollen. Gegebenenfalls mit mehr Wasser vermengen und eventuell entstandene „Gummibänder“ auseinander ziehen.
Einen ofenfesten/metallenen Topf mit Deckel (ohne Plastikgriff) nehmen und für ca. 1 – 1,5 h in den Ofen geben.

Semmelknödel:
Die Brennnesseln von den Stängeln entfernen, kurz unter sehr heißem Wasser waschen (damit sollten die Nesseln verschwinden) und anschließend fein hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Hand zerquetschen, bis eine einheitliche, leicht breiige Semmelmasse entsteht. Die Masse kurz ziehen lassen.
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft), die (Metall)Schüssel mit Wasser unten reinstellen, und ein Beckblech mit einem Bogen Backpapier auslegen.

Mit der Hand 4 gleich große Knödel formen und auf das Blech legen. Anschließend das Blech in den Ofen schieben, mit etwas Wasser bespritzen und für 10-15 Minuten backen lassen, bis sie in der Mitte durch sind (ev. Stäbchenprobe machen)

Rotweinbirne:
Die Birnen schälen, halbieren, vom Kerngehäuse befreien und mit Zitronensaft beträufeln (gegen die Bräunung). Den Rotwein mit dem Zucker sowie Zimt und Vanille aufköcheln lassen, und darin die Birnenhälften für 5-10 Minuten ziehen lassen, bis sie angenehm weich sind. Anschließend aus dem Topf nehmen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Sauce:
Für die Sauce die Zwiebel fein schneiden und in einer Pfanne oder einem kleinen Topf mit etwas Öl anschwitzen. Inzwischen die Pilze schneiden und in der Pfanne für 5 Minuten braten lassen, bis am Pfannenboden eine Bräunung zu erkennen ist. Das Tomatenmark sowie den Senf beimengen, kurz umrühren und mit Suppe und Rotwein ablöschen. Den Herd auf die kleinste Stufe stellen, die Sauce würzen und die einköcheln lassen, bis sie sämig genug ist. Abschließend die Pfefferkörner hinzufügen und abschmecken.

Den fertigen Seitan aus dem Topf lösen (Achtung: Topf und Deckel sind sehr heiß!) und in mundgerechte Streifen schneiden.
Eine Pfanne mit etwas Öl stark erhitzen und die Streifen darin leicht knusprig anbraten.
Teller bereitstellen, den Seiten verteilen, Sauce darüber geben, den Semmelknödel dazulegen und die Rotweinbirne abschließend positionieren (optisch am Besten nicht direkt in der Sauce).

Lebküchlein mit flüssigem Schoko-Kern auf Beerenvariation

250 g Mehl (glatt, durch einen feinen Sieb gesiebt)
100 g pflanzl. Butter (z.B. Alsan)
70 g Kakao
50 g Staubzucker
40 g geriebene Mandeln
20 g Speisestärke (Mais oder Kartoffel)
1 Packung Weinsteinbackpulver
380 ml pflanzl. Milch (z.B. Soja, Reis, Mandel von Joya)
2 TL Zimt, 1 Prise Nelkenpulver, 1/2 TL Ingwerpulver, 1/2 TL Piment
Alternativ: 3-4 TL Lebkuchengewürz von Sonnentor
4 Stück Ein-Finger breit Zotter Haselnussnougat Kuvertüre
Beeren (z.B. Himbeeren, Brombeeren, Cranberries, Physalis, Heidelbeeren, Kiwibeeren,…)
Etwas Staubzucker zum Dekorieren

Den Ofen auf 160 Grad Heißluft vorheizen.

Das Mehl, den Kakao, die Stärke, die Mandeln, den Zucker und das Backpulver vermengen. Die pflanzliche Butter schmelzen lassen und mit der pflanzl. Milch unterrühren.

4 ofenfeste Souflé-Förmchen vorbereiten, mit Alsan einfetten und mit geriebenen Mandeln ausfüllen. Die Kuvertüre in 1-2 Finger große Stückchen schneiden.
Die Förmchen bis zur Hälfte mit dem Teig füllen. Kuvertüre-Stückchen in der Mitte platzieren und diese mit dem restlichen Teig bedecken.
Achtung: Die Förmchen sollten nicht ganz voll sein, sonst gehen sie über.

Die Küchlein 16-20 Minuten in den Ofen stellen. Zwischendurch eine Stäbchenprobe machen oder vorsichtig berühren, um die Stabilität zu erahnen.
Küchlein vorsichtig auf einen Teller stürzen, und mit einem breiten Messer wieder richtig aufstellen.
Beeren seitlich legen und das Küchlein abschießend mit etwas Staubzucker bestreuen.

Tipp:
Je nach Ofen kann die Backzeit länger oder kürzer dauern!

Eierschwammerl-Mousakka

Eierschwammerl Mousakka

Ende August/ Anfang September: Gerade jetzt gibt es Eierschwammerl und Melanzani im Überfluss. Wir verbinden diese beiden einfach zu einem sensationellen Gericht, in einer Abwandlung des griechischen Klassikers.

Basiszutaten:

2 große Melanzani

Öl, Thymian

1 kg Erdäpfel

2-3 gelbe Zwiebeln

1 kg Eierschwammerl

2 TL Tomatenmark

1 Schuß Rotwein

frische Petersilie, Oregano, Salz, Pfeffer

Bechamel:

50 g pflanzliche Butter (z.B. Alsan)

4 EL Mehl

500 ml pflanzliche Milch (z.B. Hafer)

2 Lorbeerblätter

Muskatnuss, Salz

Hefeflocken, gehackte oder geriebene Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Pinienkerne)


Erdäpfel in einen großen Topf mit Wasser geben und ca. 15-20 Minuten kochen bis sie  bissfest  sind (nicht zu weich).

Die Melanzani in Scheiben schneiden, mit Öl und Thymian marinieren und ca. 15 Minuten einziehen lassen.

Eierschwammerl und Zwiebel fein hacken und mit etwas Öl gut anbraten bis eine Patina (leichte Einbrennung) in der Pfanne entsteht. Tomatenmark hinzufügen, gut umrühren und mit Rotwein ablöschen. Würzen, gehackte Kräuter beimengen und etwas  einreduzieren lassen, sodass eine nicht zu wässrige Masse entsteht.

Die Melanzani-Scheiben in einer beschichteten Pfanne beidseitig anbraten und beiseite stellen.

Ofen auf 200° C vorheizen.

In der Zwischenzeit die Béchamel vorbereiten: Die pflanzl. Butter in einem Topf schmelzen lassen, mit dem Mehl stäuben und gut mit einem Schneebesen durchrühren. Anschließend mit der pflanzlichen Milch aufgießen und die Lorbeerblätter, Muskatnuss-Abrieb sowie das Salz hinzufügen. Die Temperatur auf die niedrigste Stufe des Herdes zurückschalten und mit einem Schneebesen regelmäßig umrühren, bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht.

Die abgekühlten Erdäpfel in gleichmäßig dicke Scheiben schneiden.

Eine Ofenform beginnend mit den Melanzani auslegen. Darauf kommt eine Schicht Eierschwammerlmasse, gefolgt von den Erdäpfelscheiben. Abschließend die Béchamel dick auftragen. Den Vorgang wiederholen bis die Ofenform voll ist (2-3 Schichten). Den Abschluss sollte die Béchamel machen, die abschließend mit einer dünnen Schicht Hefeflocken und gehackten Nüssen versehen wird.

Die Form kommt für ca. 20-25 Minuten in den Ofen, bis die oberste Schicht leicht bräunlich wird.