Glutenfreier Zwetschken-Biscuitkuchen

Datei_000

Vergangene Woche habe ich ein Kuchenexperiment gestartet, dass euch auf Facebook sehr gut gefallen hat. Heute bin ich nun soweit: ich kann euch das Rezept für meinen glutenfreien, sojafreien und ölfreien Biscuit-Zwetschkenkuchen mitteilen. Da es sich um ein schön flaumiges „echtes“ Biscuit handelt, und nicht um eine klassische Sandmasse, die einfacherweise „Biscuit“ betitelt wird, werdet ihr ein schönes geschmackliches Erlebnis haben können.

Glutenfrei, Sojafrei, Ölfrei, Haushaltszuckerfrei?

Was bedeutet das alles nun genau? „Glutenfrei“ bedeutet, dass kein Gluten – also das Eiweiß aus Weizen, Dinkel usw. – enthalten ist. „Sojafrei“ erklärt sich von selbst 😉 . „Ölfrei“ bedeutet, dass kein zusätzliches Öl zum Backen hinzugefügt wird, was beim Kuchenbacken eigentlich Standard ist: Mehl, Zucker, Öl/Butter. Etwas Fett ist natürlich schon enthalten, weil die aufschlagbare Reissahne Fett beinhaltet, dies aber mit lediglich 12% pro Packung, also eine sehr geringe Menge! Auch könnte man „haushaltszuckerfrei“ hinzufügen, wenn alternative Staubzuckervarianten herangezogen werden, wie z.B. Kokosblüten- oder Birkenstaubzucker. Diese sind gesündere Alternativen zu weißem Haushaltszucker, aber auch zum bereits optimaleren Vollrohrzucker.

ZwetschK/Ge ?

Randnotiz: Heißt es nun eigentlich Zwetschke oder Zwetschge?

Laut Duden ist Zwetschke das österreichische Wort, Zwetschge der deutsch-deutsche Begriff, ergo sind beide Möglichkeiten valide 😉

Datei_001

Eines noch vorweg: Bitte siebt alle Zutaten durch ein feines Sieb, je feiner, desto besser, das inkludiert auch das Backpulver, das manchmal kleine Klumpen bilden kann. Achtet darauf, dass der Teig nicht zu feucht ist, da die Zwetschken mit der Zeit noch Flüssigkeit verlieren.

Für eine beschichtete Form mit ca. 40-50*20-30 cm benötigt ihr:

 

Glutenfreier Zwetschken-Biscuitkuchen
Portion 8
Glutenfrei, Sojafrei, Ölfrei, Haushaltszuckerfrei
Schreibe eine Bewertung
Drucken
Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
40 min
Gesamtzeit
1 hr
Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
40 min
Gesamtzeit
1 hr
Zutaten
  1. 200 g (weißes) Reismehl
  2. 80 g Maisstärke
  3. 70 g Buchweizenmehl
  4. 250 g Staubzucker-Alternative
  5. 3 Packungen Soyatoo Reis Whip
  6. 1,5 Packungen Backpulver
  7. 1,5 TL Natron
  8. ½ TL Vanillepulver
  9. 1 Prise Salz
  10. Zweschken nach Belieben
Anleitung
  1. Die gut gekühlte aufschlagbare Reissahne 3-4 Minuten lang mit einem Mixer aufschlagen.
  2. Das Reismehl mit der Maisstärke, dem Buchweizenmehl durch ein feines Sieb in eine große Schüssel rieseln lassen.
  3. Staubzucker(alternative), Backpulver und Natron ebenfalls durch das Sieb sieben. Am besten mit Hilfe eines Löffels.
  4. Vanille und Salz der Trockenmasse hinzufügen.
  5. Den Mixer auf mittlere Stufe schalten und je 2-3 Löffel der Trockenmasse der aufgeschlagenen Reissahne via Sieb hinzufügen.
  6. Weiter verfahren bis die Trockenmasse aufgebraucht ist. Gegen Ende wird die Masse etwas zäher, daher die Mixer Geschwindigkeit anpassen.
  7. Die fertige Masse nun für ca. 30 Minuten bis zu einer Stunde kühl stellen,
  8. Den Ofen auf 160 Grad (Heißluft optimal) vorheizen.
  9. Die Masse in eine beschichtete Form leeren, ggf. mit Backpapier auslegen.
  10. Zwetschken halbieren, entkernen und die Hälften mit der Schnittfläche nach oben (andersrum verbrennt die Haut) auf die Masse legen. Diese leicht andrücken, sodass sie im Teig vertieft sind.
  11. Für 40-45 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen. Bei mehr Zwetschken, ist die Dauer etwas länger.
Vegan Dreams - Kochworkshops & Private Cooking http://www.vegandreams.at/

White Chia Oats

White Chia Oats

Mit Power in den Tag starten, das ist gar nicht so schwierig, wie es sich anhört 😉
Den Energiekick, der euch bis Mittag gut versorgt, bekommt ihr mit einem leckeren, nahrhaften Frühstück, voller gesundem pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen (Fibres), Antioxidantien (Vit E) und Omega 3 Fettsäuren. Und weil es morgens meistens noch schnell-schnell gehen muss, ist ein „(overnight) oats“ oder „porridge“ (warm) genau das richtige, weil der Brei während des Duschens quellen kann 🙂

8 EL Hafer- oder Mehrkornflocken
4 TL weiße Chia Samen
3 TL gemahlene Erdmandeln
1/4 l Hafer- oder Mandelmilch
1/2 Pflaume oder Zwetschke
1/2 Birne
1 TL Kokosflocken
1 TL gekeimte Hirse
1 TL Cashewkerne
Für Süß-Liebhaber: 1 TL Apfelsüße oder 2 Datteln (weiche, entkernt)

Die Haferflocken mit den Chia Samen und den Erdmandeln in der pflanzlichen Milch zumindest 15 Minuten quellen lassen, am besten aber über Nacht.
Durchrühren und glatt streichen. Die Birne sowie die Pflaume entkernen, in Scheiben schneiden und fächerartig auf den den Brei legen. Die Kokosflocken, die gekeimte Hirse sowie die Cashews hinzufügen und genießen.
Wer es gerne süß hat gibt noch einen Teelöffel Apfelsüße dazu, Datteln passen aber auch ganz wunderbar.

Wer einen Porridge (warm) will, einfach die Flocken in der pflanzlichen Milch für 5 Minuten köcheln und ziehen lassen. Danach die weißen Chia Samen und Erdmandeln dazu und mit einem Schuss Hafer- oder Mandelmilch unterrühren.

Warum weiße Chia Samen? Ich finde die Farbe schön und ästhetischer, als die schwarze Variante 😉

Hochzeit Sandra & Gerald

IMG_6575

Ende August war es soweit – Sandra und Gerald haben geheiratet. Und ich durfte die Torten beisteuern :). Die passionierten Freunde der Natürlichkeit hatten spezielle Anforderungen wie 100% biologisch, so regional wie möglich (außer Kokos, Schoko und Mandeln), sojafrei und industriezuckerfrei.

Folgende Torten wurden aufgetischt:

  • Schokolade-Torte mit dunkler Schokolade-Mousse Füllung
  • Pfirsich-Mandelpudding Kokoscreme Torte
  • himmlische Himbeer-Kokotorte
  • 2 Cheesecakes „Crème Brûllée“ (gewünscht ohne Deko)

Eierschwammerl-Mousakka

Eierschwammerl Mousakka

Ende August/ Anfang September: Gerade jetzt gibt es Eierschwammerl und Melanzani im Überfluss. Wir verbinden diese beiden einfach zu einem sensationellen Gericht, in einer Abwandlung des griechischen Klassikers.

Basiszutaten:

2 große Melanzani

Öl, Thymian

1 kg Erdäpfel

2-3 gelbe Zwiebeln

1 kg Eierschwammerl

2 TL Tomatenmark

1 Schuß Rotwein

frische Petersilie, Oregano, Salz, Pfeffer

Bechamel:

50 g pflanzliche Butter (z.B. Alsan)

4 EL Mehl

500 ml pflanzliche Milch (z.B. Hafer)

2 Lorbeerblätter

Muskatnuss, Salz

Hefeflocken, gehackte oder geriebene Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Pinienkerne)


Erdäpfel in einen großen Topf mit Wasser geben und ca. 15-20 Minuten kochen bis sie  bissfest  sind (nicht zu weich).

Die Melanzani in Scheiben schneiden, mit Öl und Thymian marinieren und ca. 15 Minuten einziehen lassen.

Eierschwammerl und Zwiebel fein hacken und mit etwas Öl gut anbraten bis eine Patina (leichte Einbrennung) in der Pfanne entsteht. Tomatenmark hinzufügen, gut umrühren und mit Rotwein ablöschen. Würzen, gehackte Kräuter beimengen und etwas  einreduzieren lassen, sodass eine nicht zu wässrige Masse entsteht.

Die Melanzani-Scheiben in einer beschichteten Pfanne beidseitig anbraten und beiseite stellen.

Ofen auf 200° C vorheizen.

In der Zwischenzeit die Béchamel vorbereiten: Die pflanzl. Butter in einem Topf schmelzen lassen, mit dem Mehl stäuben und gut mit einem Schneebesen durchrühren. Anschließend mit der pflanzlichen Milch aufgießen und die Lorbeerblätter, Muskatnuss-Abrieb sowie das Salz hinzufügen. Die Temperatur auf die niedrigste Stufe des Herdes zurückschalten und mit einem Schneebesen regelmäßig umrühren, bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht.

Die abgekühlten Erdäpfel in gleichmäßig dicke Scheiben schneiden.

Eine Ofenform beginnend mit den Melanzani auslegen. Darauf kommt eine Schicht Eierschwammerlmasse, gefolgt von den Erdäpfelscheiben. Abschließend die Béchamel dick auftragen. Den Vorgang wiederholen bis die Ofenform voll ist (2-3 Schichten). Den Abschluss sollte die Béchamel machen, die abschließend mit einer dünnen Schicht Hefeflocken und gehackten Nüssen versehen wird.

Die Form kommt für ca. 20-25 Minuten in den Ofen, bis die oberste Schicht leicht bräunlich wird.

 

Purple Power Smoothie

purple power

Der perfekte Start in den Tag! Grünkohl enthält sehr viel Eisen (3x so viel wie Rindfleisch) und Kalzium (2x so viel Kalzium wie Kuhmilch,) daher das Beste für einen guten Morgen. Heidelbeeren sind vollgepackt mit Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien.

Für 4 Personen:

2 Becher Heidelbeeren

4 Hände voll Grünkohl

2 Bananen

1 Apfel

1 Zitrone (Saft)

½ TL Vanille (Pulver)

1 l Wasser


Den Grünkohl von den dicken Stängeln befreien.

Alles in einen Blender geben und 30-60 Sekunden gut durchmixen.

Frische Smoothies sollten nicht länger als 4-8 h (je nach Inhaltststoffen) aufbewahrt werden, da ansonsten der Gährungsprozess startet..;)

„Beet Tartar“ mit Avocado-Dotter

Hauptspeise

Statt „Beef“ gibt’s heute „(Red) Beets“ – Englisch für Rote Rüben. Eine richtige Wunderknolle, die zwar heimisch ist, aber aus dem Küchenalltag beinahe verschwunden ist. Dabei ist sie nicht nur unheimlich köstlich, sondern durch den hohen Eisen- und Kalziumanteil sowie Vitamine B und C sehr gesund.

Für 4 Personen:

1 mittlere Rote Rübe

4-5 Stück Reis- oder Maiswaffeln

2-3 Essiggurken

1 kleine Zwiebel

1-2 EL Kapern

1 EL Majoran

1-2 EL Dijonsenf

4 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver

1-2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer, frische Petersilie

etwa 100 ml Wasser (heiß)

½ Avocado

etwas Kurkumapulver

1 Prise Kala Namak (Schwarzes Salz)


Die rohen Roten Rübe in sehr kleine Stücke schneiden oder mit dem Reibeisen reiben.

Reiswaffeln fein zerbrechen, Essiggurken, Kapern und Zwiebel ebenfalls sehr fein schneiden und alles zusammen in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten (außer Avocado und Kurkuma) hinzufügen und gut durchmischen. Die Hälfte des heißen Wassers langsam einfließen lassen und erneut gut durchmischen. Die Masse sollte nun kurz ziehen. Danach bei Bedarf erneut mit Wasser beträufeln bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Eine Avocado halbieren und ein rundes Stückchen vorsichtig mit einem Teelöffel herausholen. In etwas Kurkuma wälzen und beiseite stellen

Mit einem Metallring die Rote Rüben-Masse zu einem Türmchen stapeln, den Avocado-Dotter mit Kala Namak bestreuen und an oberster Stelle platzieren. Mit Vogerlsalat/Pflücksalat und frischem Sauerteigbrot servieren (für die glutenfreie Version einfach das Brot weglassen).