Strangolapreti

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Strango-was?

Strangolapreti sind traditionell italienische Spinatknödel, die in einer würzigen Tomatensauce serviert werden. Auf die Idee bin ich gekommen, nachdem es wieder frischen Blattspinat auf den Märkten gibt, und sich in meiner Küche Unmengen an alten, harten Semmeln angesammelt hatten. Also eine Mischung aus Frühling und Zero-Waste, eine tolle Kombination!

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Woraus bestehen Strangolapreti?

Im Prinzip aus Semmelwürfeln und Spinat, sowie ein paar Gewürzen. Klingt eigentlich ganz einfach und unaufgeregt. Aber die Knödel haben es geschmacklich in sich, vor allem in Kombination mit einer würzig-feinen Tomatensauce. Sie sind schön sättigend, wärmen uns in der kühlen Übergangszeit und sind schnell gemacht.

Hier das Rezept dazu:

Strangolapreti
Italienische Spinatknödel in würzig-feiner Tomatensauce
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Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
25 min
Zubereitungszeit
10 min
Zubereitungszeit
25 min
Knödel
  1. 900 g frischen Blattspinat (oder 400 g TK)
  2. 500 g Semmelwürfel
  3. 300 ml pflanzl. Milch (z.B. Hafermilch von Joya)
  4. 2 EL Hefeflocken
  5. 1 Prise Kala Namak (schwarzes Salz)
  6. 1/2 TL Majoran
  7. 1/2 TL frischen Thymian
  8. 1,5 TL Salz
  9. 1 Knoblauchzehe
  10. Etwas Pfeffer
  11. Etwas Mehl oder Semmelbrösel für die Bindung
  12. 1/2 Zwiebel
  13. Etwas Öl zum Anbraten
Tomatensauce
  1. 500 ml Polpa di Pomodori / Tomaten Passata
  2. 1/16 l Rotwein
  3. 1 Zwiebel
  4. 1 Knoblauchzehe
  5. 2 EL Tomatenmark
  6. 0,5 cm frische Chili
  7. 1 TL Essig
  8. 1 TL Salz
  9. 1 TL frischen Thymian
  10. 1 TL Oregano
  11. etwas Öl zum Anbraten
Für die Knödel
  1. Die Zwiebel schälen, fein schneiden und kurz mit etwas Öl goldgelb braten.
  2. Den Blattspinat waschen und von den groben Stängeln befreien
  3. Den Blattspinat kurz (1-2 Minuten) in kochendem Wasser blanchieren
  4. Semmelwürfel mit der pflanzlichen Milch vermengen und etwas einweichen lassen
  5. Die gebratenen Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Hefeflocken, Kala Namak, Majoran und Thymian hinzufügen
  6. Den blanchierten Blattspinat beimengen, darauf den fein geschnittenen Knoblauch und gut durchrühren
  7. Den Ofen auf 140 Grad Celsius (Umluft) aufheizen
  8. Aus der Masse mit den Händen kleine Knödel formen (ca. 1 gehäuften EL pro Knödel)
  9. Die Knödel in eine ofenfeste Form legen und diese mit ca. 1/8 l Wasser befüllen
  10. Variante 1) Die ofenfeste Form mit einer Alufolie bespannen und mit einem spitzen Messer 4-5 kleine Einstiche machen. Die Knödel für 20 Minuten in den Ofen
  11. variante B: Die Knödel mit etwas mehr Mehl vermengen, sodass diese fester sind und in leicht köchelndes Salzwasser geben. Nach ca. 10 Minuten abschöpfen und anrichten.
Für die Sauce
  1. Zwiebel fein schneiden und mit etwas Öl leicht bräunlich braten
  2. Mit Rotwein ablöschen und reduzieren lassen
  3. Die passierten Tomaten einfließen lassen und kürz aufkochen lassen
  4. Den Chili von den Kernen befreien und klein schneiden
  5. Knoblauch klein schneiden
  6. Salz, Chili und Knoblauch, sowie Essig und das Tomatenmark einrühren und 5 Minuten köcheln lassen
  7. Die Sauce mit einem Pürierstab nicht allzu fein pürieren
  8. Frischen Thymian und Oregano hinzufügen und bei niedriger Temperatur ziehen lassen.
Anrichten
  1. Nach 25 Minuten sind die Strangolapreti fertig. Diese aus dem Ofen nehmen.
  2. Tomatensauce auf einem Teller verteilen, darauf 2-3 Spinatknödel anrichten.
  3. Mit Kräutern und etwas Hefeflocken bestreuen
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UPDATE:

Natürlich lässt sich die Rezeptur variieren. Ein paar Tage später kreierte ich eine Abwandlung mit Bärlauch und auch mit Brennnesseln (Brennnesselspinat). Passend dazu gab es eine feine Pilzrahmsauce.

Dazu einfach 1-2 Hände voll frischen Bärlauch oder Brennnesseln in die Knödelmasse (aber eben ohne den Spinat) verarbeiten – entweder klein geschnitten oder püriert – und dem restlichen Rezept gleich folgen.

Bitte beachtet, dass der Ofen nur auf Heißluft arbeitet, sonst schmilzt euch die Folie. 

 

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Steirische Eierschwammerlsuppe

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Wer gerade in unseren Wäldern unterwegs ist, dem wird auffallen, dass die Farben heuer anders als normal sind. Und zwar ist es sehr, sehr gelb am Boden 😉 Das feuchte Wetter, gepaart mit trockenen Tagen lässt Pilze und Schwammerl nur so sprießen. Des Suchers Glück, sozusagen!

Ich war noch mit zwei Glücksbringern unterwegs (einer ist davon im ersten Foto zu sehen), was die Ausbeute noch erhöhte 😉 .

Wer also mit 1-2 kg Eierschwammerl nach Hause kommt, dem sei dieses folgende Rezept ans Herz gelegt.

 

Steirische Eierschwammerlsuppe

200 – 400 g geputzte Eierschwammerl (je nach Geschmack und Fundmenge)

250 g gekochte Erdäpfel

1 kleine Zwiebel

1 EL Mehl nach Wahl

5 EL Bio Joygurt Natur

250 ml Finesse

1 TL Kümmel ganz

2 TL Zitronenthymian

1 TL Kräuter der Provence

1 TL Suppenwürze nach Wahl (z.B. Gemüse Suppenwürfel Hildegard bio)

2-3 TL Salz (nach Geschmack)

¾ l Wasser

Etwas Öl zum Anbraten

Frische Petersilie zum Anrichten

 

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und gemeinsam mit den Eierschwammerln in einem Suppentopf kurz anrösten. Die Eierschwammerl können ruhig ganz gelassen werden, selbst wenn sie groß sind. Durch das Braten und Kochen werden sie etwas kleiner.

Die gekochten Erdäpfel in ca. 1*1 cm große Stückchen schneiden und in den Topf geben. Die Gewürze nun hinzufügen. Das Ganze kurz umrühren und mit Mehl stauben. Kräftig umrühren, bis sich die Masse merklich bindet. Mit dem Wasser ablöschen und umrühren, sodass sich nichts am Topfboden absetzen kann. Kurz aufkochen lassen und mit dem Bio Joygurt Natur und der Finesse verfeinern. Für 5 Minuten bei niedriger bis mittlerer Temperatur leicht köcheln bzw. ziehen lassen. Frische Petersilie fein hacken und vor dem Anrichten über die Suppe streuen.

PS: Es geht auch ohne Mehl. Einfach etwas mehr Erdäpfel nehmen und 10-15 Minuten länger köcheln lassen, die Erdäpfel erledigen dann das mit der Bindung.