Vegan Planet Wien & Macadamia Chèvre

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Impressionen der Vegan Planet Wien. Fotos mit freundlicher Genehmigung von der wunderbaren Bettina Rabler-Kraker

 

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French Wrap – das ganze Rezept findest du hier!

 

Traumhaft schön war es auf der Vegan Planet Wien!

Viel tolles Essen, viele tolle Menschen, viele tolle Gespräche, und viel Inspiration!
Ich durfte auch etwas mitmischen und konnte meine Passion, das Kochen und das Kochen vor Menschen, auf der wunderbaren Kochshowbühne ausleben 🙂
Zuerst danke euch für euer Interesse an der Show, und auch für das sehr sehr positive Feedback! Darüber hinaus hat sehr viel Spaß gemacht für euch zu kochen und eure vielen interessanten Fragen zu beantworten. 

 

Wasser im Mund?

Für alle, die nicht auf der Vegan Planet Wien waren, oder es nochmal ganz genau wissen möchten: Es gab französisch angehauchte French Wraps mit Macadamia-Chèvre, Rotwein Pilz-Zwiebeln, geräuchertem Tofu und Tempeh, dazu saisonales Gemüse und eine Dijon-Sauce.

 

Chè-was?

Chèvre ist ein französischer Ziegenfrischkäse, der weltweit hohe Beliebtheit hat. Da ich vor über 15 Jahren (damals noch nicht vegan) selbst für einen Monat in Paris gelebt habe, weiß ich die französische Küche zu schätzen. Nun versuche ich auch diese zu verbessern, in dem ich rein pflanzliche Zutaten dafür verwende. Der Geschmack ist eine Mischung aus säuerlicher Basisnote, und herbem Abgang durch die Macadamianüsse, dazu die Frische des Schnittlauches: ein perfekter würziger Nussaufstrich, der sich vor dem Original nicht verstecken muss. Im Gegenteil: gesund, ohne Cholesterin, klimaschonender und tierleidfrei!

 

Die gute Nuss

Macadamias werden auch als die Königinnen der Nüsse bezeichnet. Sie verfügen über äußerst viele mehrfach-ungesättigte Fettsäuren, sind voller Protein und Ballaststoffen / Faserstoffen, Calcium und B-Vitaminen. Zudem sind dafür bekannt, dass den Cholesterinspiegel des Blutes reduzieren können. 

Klingt doch so gut, dass sofort der Appetit kommt, oder? 😉 

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Eine köstliche Basis für ein Sandwich, als Inlay für Wraps oder auch als Geschmacksträger in Burger geeignet

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Das ganze Rezept: LE WRAP

Wie versprochen findet ihr hier das Rezept für den Macadamia-Chèvre. Viel Spaß damit und gutes Gelingen!

EDIT: Weil es euch so gut gefallen hat, habt ihr hier (untenstehend) das ganze Rezept des French Wraps! 🙂 Bon Appètit!

 

Macadamia Chèvre
Portion 6
Ein wunderbarer herb-säuerlicher, rein pflanzlicher Nussaufstrich im Stile eines französischen Chèvres.
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Zubereitungszeit
2 hr
Zubereitungszeit
5 min
Zubereitungszeit
2 hr
Zubereitungszeit
5 min
Zutaten
  1. 1 Becher Macadamia Nüsse
  2. 1/2 Becher Mandeln geschält
  3. 1 Zitrone (Saft)
  4. 1 Knoblauchzehe
  5. 2 EL Essig
  6. 1 TL Salz
  7. 1/2 Becher Cremesse von Joya
  8. 1/8 l Wasser
  9. 1 Bund Schnittlauch
Anleitung
  1. Die Nüsse für 2 Stunden (oder über Nacht) in Wasser einweichen. Abspülen und in einen Blender geben.
  2. Die Zitrone auspressen und den Saft, gemeinsam mit den anderen Zutaten (außer dem Schnittlauch) ebenfalls in den Blender geben.
  3. Für den Nuss-Chèvre nun die Zutaten in dem Blender mixen, bis eine cremig-samtige Konsistenz entsteht. Gegebenenfalls abschmecken.
  4. Den Schnittlauch fein schneiden und der Masse beimengen und anschließend bis zur Verwendung kühl stellen.
Anmerkungen
  1. Hinweis: Wer keinen Blender hat, kann auch einen Stabmixer verwenden. Dazu alles in einem hohen Gefäß mit etwas mehr Wasser für mehrere Minuten pürieren!
Vegan Dreams - Kochworkshops & Private Cooking http://www.vegandreams.at/

 

French Wrap
Portion 4
Le Wrap - ein Hauch Frankreichs
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Zubereitungszeit
8 min
Zubereitungszeit
10 min
Gesamtzeit
18 min
Zubereitungszeit
8 min
Zubereitungszeit
10 min
Gesamtzeit
18 min
Tofu-Tempeh
  1. 100 g Räuchertofu
  2. 100 g Tempeh
  3. 2 TL Kräuter der Provence
  4. 1/16 l Sojasauce
  5. 1/16 l Schwarzer Reis - Sesam Milch (mit dem AND SOY Maker gemacht; für eine herbe Note; kann im Notfall aber auch weggelassen werden)
  6. etwas Rapsöl zum Braten
Rotwein Pilze und Zwiebel
  1. 100 g braune Champignons
  2. 100 g Kräuterseitlinge
  3. 100 g Seiden-Austernpilze
  4. 1 Knoblauchzehe
  5. 1 TL Salz
  6. 1/16 l veganer Rotwein
  7. etwas Rapsöl zum Braten
Dijon Sauce
  1. 250 g Joygurt natur von Joya
  2. 1/2 Becher Finesse von Joya
  3. 1 TL Salz
  4. 1 TL Kräuter der Provence
  5. 3 TL Dijonsenf
Sonstiges
  1. Salate der Saison
  2. 3 Stängel Grünkohl
  3. 1 Handvoll Rotkraut
  4. Sprossen nach Wahl (z.B. Brokkoli oder Alfalfa)
  5. 4-6 Tortilla Wraps
Anleitung
  1. Den Macadamia-Chèvre nach obigem Rezept vorbereiten.
  2. Den Tofu und den Tempeh in 0,5 cm*0,5 cm und ca. 5 cm lange/dicke Streifen schneiden. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und den Tofu & Tempeh zusammen mit etwas Öl von allen Seiten anbraten. Mit den Provence Kräutern verfeinern, und bei mittel-hoher Hitze gelegentlich umrühren. Anschließend mit der Reis-Sesam Milch und der Sojasauce ablöschen, kurz reduzieren lassen und beiseite stellen.
  3. Die Pilze in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, und beides mit etwas Öl scharf anbraten. Den Knoblauch schälen und möglichst fein hacken. Mit dem Salz und dem Knoblauch würzen, und mit dem Rotwein ablöschen. Einreduzieren lassen und ebenfalls beiseite stellen.
  4. Für die Dijon Sauce einfach alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und abschmecken.
  5. Inzwiscqhen das Gemüse schneiden (Rotkraut so dünn wie möglich) oder in mundgerechte Stücke zupfen.
  6. Den Wrap flach auf ein Brett legen und im unteren Drittel ca. 2 EL Macadamia Chèvre verstreichen, sowie etwas Salat und Gemüse verteilen. Mit Sprossen, Sauce, und dem Tofu-Tempeh on top finalisieren.
  7. Den Wrap nun von den Seiten etwas einschlagen und von unten her nach oben zusammenrollen, sodass eine feste Teigrolle entsteht.
  8. Bon appétit
Vegan Dreams - Kochworkshops & Private Cooking http://www.vegandreams.at/

Wien: deli bluem

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Das Motto des schönen Restaurants lautet: natürlich, frisch, saisonal, biologisch, pflanzlich, köstlich.
Dass es sich hierbei nicht um simple Marketingworthülsen handelt, wie sie dieser Tage fast überall zu finden sind, konnte ich vergangene Woche bei einem Business Wochenende in Wien feststellen.

Wo beginne ich denn? Beim Augenscheinlichen.  Das erste, was auffällt, ist die äußerst schöne Inneneinrichtung. Feines violett paart sich mit dunklem türkis, Stoffblumen in eben diesen Farben stehen in Reagenzgläsern in mehreren kreisrund angefertigten Holz-Lustern, die Holztische wirken urban-modern, selbst die Besitzerin strahlte an dem Tag in einem dunkelviolettem Kleid. Solch ein durchgängiges Designkonzept findet man nicht oft. Man fühlt sich sofort wohl, die Stimmung ist sehr angenehm und entspannt.

Das Lokal verfolgt ein Speisenkonzept, das ganz auf ehrliche, frische, biologische und saisonale Zutaten setzt. Von der Bohne, über das Öl bis zum Salz ist alles biologisch bzw. naturbelassen.  Gewürze von Sonnentor lassen das Herz höher strahlen. Nahezu alles wird selbst zubereitet, Fertigblätterteig und Co sind nicht zu finden. Im deli bluem gibt es pflanzliches Slow-Food in toller Atmosphäre. Whole- Food Plant-Based Nutrition at its best!

Ich begann mit einer Salatvariation aus orientalischem Kurkuma-Senffenchel, fein marinierten Karotten und mit Safran-Joghurt verfeinerte Melanzani Antipasti. Alternativ gab es noch Pilz-Reis Salat und orientalischen Rotkraut-Couscous. Superb!

Es folgten Baked Beans aus großen weißen Bohnen, die für meinen Geschmack etwas mehr Süße vertragen hätten, um eine perfekte süß-sauer Balance zu erhalten. Gefolgt wurden die tomatigen Bohnen dann von einer leichten Wildkräutersuppe, die es geschmacklich in sich hatte. Ich habe nicht gefragt, welche Kräuter drinnen seien, aber ich denke es waren Brennnesseln, Liebstöckel, etwas Schafgarbe und ein paar andere, die ich nicht benennen kann. Die Komposition der Suppe war ganz auf den Geschmack der Kräuter gelegt, keine Creme und kein anderes Schnickschnack. Wahrlich köstlich!

Die Hauptmahlzeit war eine ofenfrische Quiche mit Räuchertofu, Lauch und Kartoffeln. Der Teig war eine Mischung aus Dinkelvollkornmehl und Kurkuma, die innere Creme war eine vegane Béchemel mit Couscous verbunden. Der Teig schmeckte sehr kraftvoll, das Innere angenehm cremig.

Und weil es bisher so köstlich war, wurde nebenher noch eine Gemüse-Tofuspeis‘ gegessen, die angenehm saftig war und einen kräftigen Gelbwurz-Anteil hatte.

Obwohl es sehr, sehr viel war, fühlte ich mich nicht völlig übersättigt. Das liegt wohl am sparsamen Einsatz von Öl/Fett, den frischen Zutaten und der sorgsamen Herstellung 🙂 .

Für die Desserts war ich dann doch zu voll, es gab eine bunte Mischung aus Cheesecakes, Nussecken, Schokoküchlein usw. All dies hat einladend ausgesehen, aber das hätte ich nicht mehr geschafft 😉

Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, für die Salatvariation, die Baked Beans, die Wildkräutersuppe, 2 (!) Quiche, 1 Tofuspeis und einen Lemon-Ingwer Eistee von Demmers gab es für etwa € 35. Überaus hochwertige und vollwertige Pflanzenküche zum guten Preis, in angenehm moderner Atmosphäre.

Wer also neben all dem Fast Food Angebot der Stadt mal etwas echtes, gesundes und hochwertiges essen möchte, dem sei das deli bluem sehr ans Herz gelegt.

Zusammenfassung:

  • Hochwertige Pflanzenküche
  • Modernes Design
  • Biologisch, frisch und saisonal
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Fazit: Gaumen und Augen, was wollt ihr mehr?!

Und hier mein persönliches Scoring:

Geschmack: 8/10

Flair: 8/10

Personal: 8/10

Preis-Leistung: 6/10

Legende: 10 – perfekt, 5 – in Ordnung, 1 – sehr unzufriedenstellend, 0 – kein veganes Angebot